Den Camino Portugués kannst du mit dem Fahrrad auf dem Zentralen Weg und auf dem Küstenweg fahren, wobei du einige Abschnitte besser auf der Straße umfährst. Das Wichtigste vor dem Start ist die Distanz: Für die Compostela mit dem Fahrrad brauchst du 200 km, doppelt so viel wie zu Fuß, die üblichen Startorte Tui oder Vigo reichen also nicht.
Die Compostela mit dem Fahrrad: 200 km
Das Pilgerbüro verlangt, dass du mit dem Fahrrad mindestens die letzten 200 km zurücklegst, unter denselben Bedingungen wie zu Fuß: Pilgerausweis mit Stempeln entlang der ganzen Strecke. Wer nur die Mindestdistanz fährt, muss zu Beginn und am Ende jeder Etappe stempeln lassen.
Wo du startest
| Variante | Start | Km bis Santiago | Reicht es für 200 km? |
|---|---|---|---|
| Zentraler Weg | Porto | 241,4 | Ja |
| Zentraler Weg | Vilarinho | 214,9 | Ja |
| Zentraler Weg | Barcelos | 186,8 | Nein |
| Zentraler Weg | Tui oder Valença | 115,8 | Nein |
| Küstenweg | Porto | 270,9 | Ja |
| Küstenweg | Marinhas | 207,9 | Ja |
| Küstenweg | Viana do Castelo | 187,1 | Nein |
Km als Summe der üblichen Etappen. Andere Führer nennen etwas abweichende Zahlen (rund 613 und 240 km), plane also etwas Puffer ein.
Schwierige Abschnitte mit dem Fahrrad
Zentraler Weg
- Pass Portela Grande de Labruja zwischen Ponte de Lima und Rubiães: 315 m Anstieg auf 4,2 km, mit Abschnitten, auf denen du das Fahrrad tragen musst. Die Alternative ist die Straße N201.
- Portela de Tamel zwischen Barcelos und Ponte de Lima, mit Treppen.
- Auch der Ausgang aus Rubiães und der aus Tomar sind schwierige Abschnitte.
Küstenweg
- Holzstege: Auf der Etappe Porto – Labruge wird darum gebeten, sie nicht mit dem Fahrrad zu befahren; auf anderen Abschnitten darfst du langsam fahren, Fußgänger haben Vorrang.
- Überquerung des Flusses Neiva: eine Plattform aus Steinplatten; bei Hochwasser ist die EN13 die Alternative.
- Überquerung des Minho: Das Boot von Caminha nach A Guarda kostet mit Fahrrad 10 €. Von April bis Oktober fährt es von 7:00 bis 15:30 Uhr und von November bis März nur von 8:00 bis 9:00 Uhr, jeweils portugiesischer Zeit. Wenn es dir nicht passt, umgehst du das Boot über die Verbindung Caminha – Tui (32 km).
- Nach dem Minho geht es auf der PO-355 ohne Radweg bergauf; ab A Guarda gibt es einen Radweg entlang der PO-552 bis hinter Baiona.
Fahrräder in den Pilgerherbergen
In den öffentlichen Pilgerherbergen Galiciens haben bei Bettenknappheit Menschen mit körperlichen Einschränkungen Vorrang, danach Fußpilger, Reiter und Radfahrer und zuletzt Pilger mit Begleitfahrzeug. Die Herberge in Tui bevorzugt Pilger, die zu Fuß ankommen. Wenn du in der Hochsaison mit dem Fahrrad unterwegs bist, reservierst du am besten in privaten Herbergen oder Hotels.
Mit dem Fahrrad zurück
- Correos (Paq Bicicleta): Die spanische Post schickt das Fahrrad von Santiago für 50,95 € an jeden Ort auf der Iberischen Halbinsel, in einem Karton von 170×30×90 cm und mit höchstens rund 20 kg.
- Renfe: Das komplette Fahrrad fährt in Nahverkehrs- (Cercanías) und Mittelstreckenzügen kostenlos mit; in AVE, Alvia und Intercity nur zerlegt, in einer Hülle von 140×90×40 cm.
- CP (Portugal): kostenlos; im Celta-Zug Porto – Vigo musst du den Fahrradplatz beim Kauf des Tickets reservieren.
- ALSA: Zuschlag von 5 bis 25 €, immer in einer Tasche und höchstens vier Fahrräder pro Bus.
Wenn du lieber mietest: Cycling Rentals bietet laut Website 7-Tage-Pakete für 295 € (435 € mit E-Bike) mit Lieferung und Abholung im Hotel an.
Häufige Fragen
Wie viele km muss man für die Compostela mit dem Fahrrad fahren?
Mindestens 200 km. Auf dem Zentralen Weg reicht ein Start in Vilarinho oder Porto; auf dem Küstenweg in Marinhas oder Porto.
Bekomme ich ab Tui die Compostela mit dem Fahrrad?
Nein: Von Tui nach Santiago sind es 115,8 km, mit dem Fahrrad werden 200 verlangt.
Kann man den Minho mit dem Fahrrad per Boot überqueren?
Ja: Das Boot von Caminha nach A Guarda kostet mit Fahrrad 10 €. Du kannst es auch über die Verbindung Caminha – Tui umgehen.
Wie komme ich mit dem Fahrrad wieder nach Hause?
Correos schickt es von Santiago für 50,95 € an jeden Ort auf der Iberischen Halbinsel; mit der Bahn nimmt Renfe es in Mittelstreckenzügen kostenlos und im Fernverkehr zerlegt mit.